Eiltempo beim Rohbau im Zürcher Oberland

Eiltempo beim Rohbau im Zürcher Oberland

Neubau von 28 Reiheneinfamilienhäusern in Mönchaltorf

Mönchaltorf, 03.06.2024

In der Gemeinde Mönchaltorf im Zürcher Oberland entstehen entlang des Mettlenbachs 28 Reiheneinfamilienhäuser mit einer darunterliegenden Tiefgarage. Nachdem die Aushubs- und Pfählungsarbeiten Ende des Jahres 2023 starteten, wird aktuell der Rohbau mit Hochdruck vorangetrieben. Die Rohbauphase soll im August 2024 abgeschlossen sein, sodass der Bezugstermin der Wohnhäuser im Sommer 2025 eingehalten werden kann.

Die gesamte Überbauung wurde aufgrund des schlecht tragfähigen Baugrundes auf Pfählen fundiert. Hierfür mussten über 200 Betonpfähle in den lehmigen Untergrund gebohrt werden, was mittels eines elektrischen Bohrgerätes bewerkstelligt wurde. Zeitgleich wurde eine Wellpoint-Anlage installiert, welche den Grundwasserspiegel währen der Bauphase im Bereich der Baugrube absenkt.

Nach Abschluss der Tiefbauarbeiten wurden die grossflächigen Boden- und Deckenplatten der Tiefgarage erstellt. Neben der grossen Tiefgarage sind auch sämtliche Häuser unterkellert und verfügen mit einzelnen Ausnahmen über einen direkten Zugang zur Tiefgarage. Aufgrund der Nähe zum Mettlenbach ist bei sämtlichen Bauwerken im Untergrund mit Grundwasser zu rechnen, weshalb das Untergeschoss mit wasserdichtem Beton ausgeführt wird. Im Anschluss an die Arbeiten des Untergeschosses werden die Hochbauten der einzelnen Häuser parallel vorangetrieben. Die Tragkonstruktion wird in Massivbauweise ausgeführt mit Decken aus Stahlbeton und Wänden in Mauerwerk bzw. wo statisch notwendig in Stahlbeton.

Die Locher Ingenieure AG begleitet das Projekt über die SIA Phasen 3 bis 5 bei der Planung der Baugrube sowie des Hochbautragwerks. Für die Gesamtleitung und Architektur zeichnet die DIMA & Partner AG, Glarus verantwortlich.

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Mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer

Mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer

Sanierung Bahnübergänge Binz- und Trichtenhauserstrasse

Zollikon, 09.05.2024

Die Bahnübergänge an den Kreuzungen der Binz- und der Trichtenhauserstrasse in die Forchstrasse in Zollikerberg, Gemeinde Zollikon, entsprachen nicht den geltenden Sicherheitsstandards. Sie wurden deshalb mit jeweils drei Halbschranken nachgerüstet. Gleichzeitig wurden die Lichtsignalanlagen der beiden Kreuzungen komplett erneuert.

Zur Optimierung des Verkehrsflusses wurden die Linksabbiegerspur von der Forch- in die Binzstrasse verlängert und die Signale der Forchbahn so optimiert, dass die Schliesszeit der neuen Halbschranken minimiert wird. Mit diesen Massnahmen konnte die Verkehrssituation gegenüber dem Bestand verbessert werden.

Um die Einschränkungen für den motorisierten Individualverkehr auf ein absolutes Minimum zu reduzieren, wurden die Hauptarbeiten innerhalb der zweiwöchigen Herbst- bzw. Sportferien ausgeführt. Dank der vorausschauenden Planung und der sehr guten Zusammenarbeit aller Projektbeteiligten konnte das ambitionierte Bauprogramm erfolgreich umgesetzt werden.

Mit der Inbetriebnahme der beiden Halbschrankenanlagen ist ein weiterer wichtiger Schritt zur Erhöhung der Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmer erfolgt. Auf dem Streckennetz der Forchbahn AG ist zwischen Rehalp und Esslingen nun nur noch ein Bahnübergang nicht mit einer Schrankenanlage gesichert, die Inbetriebnahme derselben ist bis Frühling 2025 geplant, wobei die Hauptarbeiten bereits im Sommer 2024 ausgeführt werden.

Die Locher Ingenieure AG ist verantwortlich für die Gesamtleitung sowie die Projektierung und die Bauleitung der Tiefbauarbeiten über die SIA-Phasen 41 (Submission) bis 53 (Inbetriebnahme).

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Fernwärmeleitungsbau oder Tetris im Schnellzugstempo

Fernwärmeleitungsbau oder Tetris im Schnellzugstempo

Fernwärmeleitungsbau im Kanton Schwyz

Zürich, 11.04.2024

Die Energie Ausserschwyz AG erstellt im Kanton Schwyz, Bezirk March und Höfe, ein Fernwärmenetz. Dieses wird von der Energiezentrale in Galgenen mit Wärme versorgt, in welcher mit einem Holzkraftwerk und einer Biogasanlage umweltfreundlich Wärme und Strom produziert werden.

Für den Ausbau des Fernwärmenetzes arbeiten wir zeitgleich an verschiedenen Losen, die sich in unterschiedlichen Phasen der Planung bzw. Realisierung befinden. Auf der grünen Wiese oder unter der grauen Strasse suchen wir zwischen den bestehenden Werkleitungen den optimalen Leitungsverlauf, stimmen diesen mit den betroffenen Werken ab, erstellen die Ausschreibung und begleiten als Bauleiter die Ausführung sowie Inbetriebnahme der Fernwärmeleitung. Ebenso koordinieren wir die Zusammenarbeit zwischen Bauunternehmung, Fachspezialisten Leitungsbau und den spezifischen Anliegen von Gemeinde, Behörden und Anwohnern. Gleichzeitig werden auch Hausanschlussleitungen für die anschlusswilligen Hauseigentümer projektiert und realisiert. Dass dabei immer wieder Überraschungen im Untergrund angetroffen werden, verschafft uns und dem starren System der Fernwärmeleitungen spannende Herausforderungen, bei denen Erfahrungen aus älteren Computerspielen äusserst hilfreich sein können. So manches Hindernis muss mit teils unkonventionellen Lösungen um-, unter- oder durchfahren werden.

Dank kurzen Entscheidungswegen und speditiver Projektierung – sowie nicht zuletzt bedingt durch zeitlich fixierte Wärmelieferverträge – schreitet der Leitungsbau äusserst zügig, sozusagen im Schnellzugstempo voran.

In diesem anspruchsvollen Projekt sind wir Locher Ingenieure wie auch der Bauherr froh um das breite LOING-Fachwissen und um unsere Mitarbeiter, die glücklicherweise flexibler als Fernwärmerohre sind.

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Meilenstein für die Wärmeversorgung Zürich-West

Meilenstein für die Wärmeversorgung Zürich-West

Abschluss der Bauarbeiten an der Energiezentrale Josefstrasse

Zürich, 19.01.2024

Die Bauarbeiten an der Energiezentrale Josefstrasse, einem Schlüsselbauwerk der Wärmeversorgung Zürich-West, wurden erfolgreich abgeschlossen. Am 19.01.2024 fand die Einweihung der Energiezentrale Josefstrasse statt. Das Kehrrichtheizkraftwerk Hagenholz in Zürich-Nord ist nun über die Verbindungsleitung mit den Fernwärmenetzen in Zürich-West verbunden. Dies markiert einen bedeutenden Schritt im Ausbau der Fernwärmeversorgung in der Stadt Zürich.

Die Bauphase erstreckte sich über die Jahre 2019 bis 2024. Trotz der vielzähligen Herausforderungen des Umbaus der Energiezentrale Josefstrasse unter laufendem Betrieb konnte das Projekt erfolgreich abgeschlossen werden. Die Energiezentrale ist nicht nur ein architektonisches Highlight, sondern auch technologisch auf dem neuesten Stand. Ein besonderes Merkmal der Energiezentrale ist ihre Fassade aus hochwertigem Profilbauglas, die nicht nur ästhetisch ansprechend ist, sondern mit der transparenten Wärmedämmung auch energetische Effizienz gewährleistet.

Die Verbindung des Heizkraftwerks Hagenholz mit den Fernwärmenetzen Zürich-West ist ein entscheidender Schritt in Richtung nachhaltige Energieversorgung. Die Energiezentrale Josefstrasse wird eine Schlüsselrolle bei der weiteren Entwicklung und dem Ausbau der Fernwärmeversorgung in der Stadt Zürich spielen. Mit diesem Projekt setzt die Stadt ein starkes Zeichen für eine umweltfreundliche und zukunftsorientierte Energieinfrastruktur.

Die Locher Ingenieure AG hat die Federführung in der Ingenieurgemeinschaft ENERGIE und ist unter anderem für die Projektierung der Verbindungsleitung und der Tragwerke der neuen Energiezentrale Josefstrasse in Massivbau und Stahlbau in den Projektphasen Vorprojekt bis Inbetriebnahme verantwortlich.

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Neue Brücke in Illnau-Effretikon

Neue Brücke in Illnau-Effretikon

Ersatzneubau Kemptbrücke Grauselstrasse

Illnau-Effretikon ZH, 14.11.2023

Neue Strassenbrücke über die Kempt: Am Freitag, 03.11.23 konnte die Grauselstrasse in Illnau-Effretikon wieder für den Strassenverkehr freigegeben werden, nachdem sie neun Wochen lang wegen Bauarbeiten gesperrt gewesen war. Für Fussgänger und Velofahrer stand während der gesamten Bauzeit direkt neben der Baustelle eine provisorische Hilfsbrücke zur Verfügung.

Die bisherige Holzbrücke hatte das Ende ihrer Nutzungsdauer erreicht und wurde durch eine 11,7 m weit gespannte und deutlich schlankere Walzträger-in-Betonbrücke (WIB-Brücke) ersetzt, wobei die bestehenden Stahlbetonwiderlager wiederverwendet worden sind. Dank des hohen Vorfabrikationsgrades der WIB-Bauweise konnte zugunsten des Hochwasserschutzes im Bauzustand auf ein einengendes Lehrgerüst im Gewässerraum verzichtet werden. Gleichzeitig wurde durch Vormontage des Stahlbaus auf dem Installationsplatz und Einheben mittels 250 t Pneukran die Bauzeit auf ein Minimum reduziert. Der Stahlbau wurde temporär auf hydraulische Pressen versetzt, die nach dem Untergiessen der neuen Elastomerlager abgesenkt und entfernt werden konnten. Die Zwischenräume zwischen den Stahlträgern wurden innovativ mit vorfabrizierten und vorgespannten Carbonbetonplatten (CPC-Platten) als verlorene Schalung für das Einbringen des Frischbetons geschlossen. Die CPC-Platten konnten vorgängig mittels Vakuumgerät seitlich in die Stahlkonstruktion eingeschoben werden.

Die neue Brücke wurde so konzipiert, dass über die geplante Nutzungsdauer von 100 Jahren möglichst wenig Unterhaltsaufwand entstehen wird. Alle Stahlteile wurden mittels modernstem Beschichtungssystem für eine lange Schutzdauer vor Korrosion geschützt. Dank PBD-Abdichtung und wasserundurchlässigem Gussasphalt bleibt die Fahrbahnplatte dauerhaft vor der Einwirkung schädigender Tausalze geschützt. Die Fugen bei den Brückenenden wurden mit dauerhaften Belagsdehnfugen aus Hochleistungspolymeren geschlossen. Die Betonflächen im Fugenspalt wurden als Rückfallebene zusätzlich mittels Flüssigkunststoff- bzw. Frischverbundabdichtung geschützt. Die stark exponierten Konsolköpfe wurden mit Beton hoher Frostbeständigkeit, nichtrostenden Bewehrungsbügeln und einer wasserabweisenden Tiefenhydrophobierung versehen. Die neuen, schlicht gestalteten Stahlrohrgeländer sind mit einem metallischen Zinküberzug sowie einer anthrazitgrauen Farbbeschichtung dauerhaft vor Korrosion geschützt.

Die Locher Ingenieure AG war als Projektverfasserin Brückenbau verantwortlich über alle Planungsphasen vom Vorprojekt über die Bauleitung bis zur Inbetriebnahme.

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Doppelspurausbau im St. Galler Rheintal hat Fahrt aufgenommen

Doppelspurausbau im St. Galler Rheintal hat Fahrt aufgenommen

Doppelspurausbau Trübbach - Buchs SG

Buchs SG, 11.10.2023

Im Ausbauschritt STEP AS2025 ist ein Kapazitätsausbau zwischen St. Gallen und Chur mit einem Halbstundentakt des IR13 zwischen St. Gallen und Sargans geplant. Ein massgebender Teil davon ist der Doppelspurausbau zwischen Sevelen und Buchs SG (4 Kilometer) und in Buchs Nord (0,9 Kilometer). Zudem wird das bestehende Gleis im Bereich des Doppelspurgleises erneuert, um auch hier einen sicheren und pünktlichen Zugverkehr zu gewährleisten. Im Weiteren wird ein Teil des Rangierbahnhofes erneuert. Zwischen Sevelen und Buchs wird der grösste Teil der Arbeiten in langen Nachtintervallen realisiert, zudem sind drei Wochenendsperren für den Einschub der Kunstbauten und die Realisierung der Spurwechsel (Weichen) vorgesehen. In Buchs Nord erfolgt der Um- und Ausbau ebenfalls primär in Sperrintervallen, für den Einzug der Brücke Buchser Giessen und die Realisierung des Spurwechsels konnte im August 2023 eine 3-wöchige Totalsperre des Nachbarprojektes (Teilprojekt zwischen Rüthi SG und Oberriet) genutzt werden .

Die Vorarbeiten für dieses Projekts sind im Februar 2023 gestartet, im November 2023 wird der Doppelspurausbau in Buchs Nord dem Betrieb übergeben. Der Doppelspurausbau zwischen Sevelen und Buchs SG wird im Oktober 2024 abgeschlossen sein, sodass die Doppelspur ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2024 betrieblich nutzbar sein wird.

Fakten:

  • Schüttmaterial: 65’000 fm³
  • Gleisneubau: 7’700 m
  • Gleisumbau: 5'800 m
  • Weichen: 16 Stk.
  • Kunstbauten: 7 Stk.

Dank der sehr guten und konstruktiven Zusammenarbeit zwischen Bauherr, Generalunternehmer und Generalplaner liegen die Arbeiten bisher gut im Zeitplan und Kostenrahmen.

Die Locher Ingenieure AG betreut das Projekt federführend im Generalplanermandat des GP SLW+P (Locher Ingenieure AG, Jauslin Stebler AG, Wild Ingenieure AG, Bänziger Partner AG) seit der Vorprojektphase im Jahr 2017. Massgebend hat die Locher Ingenieure AG die Bereiche Gesamtprojektleitung, Projektierung Stützmauern, Tiefbau, Bahnbau, Führung und Koordination SBB-interne Fachdienste, Bauphasenplanung, Fachbauleitung und örtliche Bauleitung für den Tiefbau und Bahnbau bearbeitet.

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RESTART 2023: weitere Standplätze Zone West

RESTART 2023: weitere Standplätze Zone West

Erweiterung der Zone West am Flughafen Zürich bis Herbst 2024

Flughafen Zürich, 11.07.2023

Die Bauarbeiten in der Zone West wurden nach zweijähriger Coronapause im Januar 2023 wieder aufgenommen. Im Westen des Flughafens Zürich entstehen bis Herbst 2024 die geplanten 14 Standplätze für Flugzeuge des Linien- und Charterverkehrs sowie eine Abstellfläche für Businessjets. Mit dem Wiederanstieg des Flugverkehrs und im Hinblick auf die rund zehnjährige Bauphase des neuen Dock A (Okt. 2023 – 2033) werden die neuen Standplätze benötigt. Die Zone West ist das grösste noch vorhandene aviatische Entwicklungsgebiet für Vorfeld und Hangarflächen am Flughafen Zürich.

Das Bauprojekt “Zone West” ist jedoch nicht neu. Bereits im Februar 2020 wurde mit den Arbeiten gestartet. Der Untergrund wurde aufgeschüttet und planiert sowie diverse Leitungen verlegt. Seit dem Restart im Januar 2023 wurden die Arbeiten fortgeführt und weitere Werkleitungsarbeiten für Abwasser, Wasser und Strom durchgeführt, die in den Untergrund der künftigen Standplätze eingebaut werden. Aufgrund der Neugestaltung der Zone West wird der bestehende Skaterweg um den Flughafen künftig um die neu entstehende Fläche herum geführt. Ende März 2023 erfolgte die Umstellung zur provisorischen Umfahrung der Baustelle, welche bis zur finalen Umstellung im Sommer 2024 dauert. Im April 2023 wurde zudem der provisorisch erstellte Flughafenzaun nördlich des Heligrills in Betrieb genommen, damit die noch bestehende Grünfläche ebenfalls für die zukünftigen Standplätze bearbeitet werden kann.

Zurzeit finden die Hauptarbeiten der neuen Flugbetriebsflächen statt. Auf rund 90'000 m² wird die zementstabilisierte Fundation in zwei Schichten eingebaut. Parallel dazu werden die Elektroleerrohrtrassen aus der eingebauten unteren Fundationsschicht teilweise herausgefräst und die Leerrohre sowie die Fertigteilschächte versetzt. Später werden die neuen Lichtmasten versetzt und die Elektroleerrohrtrassen der neuen Rollinienbefeuerung (beleuchtete Rollwegmarkierung) erstellt. Ab Herbst 2023 werden bis im Juli 2024 je nach Nutzung der Fläche 36 cm Beton oder ein Asphaltbelag in 4 Schichten eingebaut. Am Ende werden die Flächen für den Flugbetrieb markiert und die elektrischen Einrichtungen in Betrieb genommen.

Die Locher Ingenieure AG betreut mit verschiedenen Planungspartnern das Projekt seit der ersten Projektidee 2011 über alle Projektierungsphasen und stellt aktuell die Bauleitung und Chefbauleitung.

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Am Zürichsee wird gebohrt...

Am Zürichsee wird gebohrt...

Energieversorgung Lengg: Beginn der Spezialtiefbauarbeiten auf der Parzelle Wässerig

Zollikon / Parzelle Wässerig, 15.05.2023

Seit dem 9. Mai 2023 dreht sich das Bohrgerät auf der Parzelle Wässerig unmittelbar neben dem Zürichsee. Für die Realisierung der unterirdischen Energiezentrale werden 86 Bohrpfähle mit einem Durchmesser von 1.50 m und Pfahllängen von bis zu 26 m erstellt. Zentral für das Gelingen ist eine sehr hohe Genauigkeit der Pfähle, damit die Baugrube beim Aushub auch noch in 20 m Tiefe dicht bleibt.

Die Energiezentrale ist ein Bestandteil des Projekts Energieversorgung Lengg, bei welchem dem Zürichsee in rund 30 m Tiefe Seewasser entnommen und in die unterirdische Energiezentrale auf dem Gemeindegebiet von Zollikon geleitet wird. Dort gibt das Wasser über Wärmetauscher einen Teil seiner Energie ab und fliesst um wenige Grad abgekühlt zurück in den See. Die so gewonnene Anergie gelangt über ein Niedertemperaturnetz zu den Spitälern und Kliniken des Gesundheitsclusters Lengg. Im Sommer kann der Effekt umgekehrt und der See so zum Kühlen genutzt werden.

Für die Verbindung zwischen Energiezentrale und Lengg werden nach Abschluss der Spezialtiefbauarbeiten im Herbst zwei Leitungen im Spülbohrverfahren unter der Kantonsstrasse und der SBB-Linie über eine Länge von rund 540 m erstellt. Der aktuelle Stand der Arbeiten kann im Liveticker verfolgt werden.

Die Locher Ingenieure AG ist für die Projektierung und Bauleitung der fünfgeschossigen, unterirdischen Energiezentrale sowie der Spülbohrungen in den See und ins Gebiet Lengg verantwortlich.

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Eröffnung 3. Röhre Überdeckung Weiningen (Gubrist)

Eröffnung 3. Röhre Überdeckung Weiningen (Gubrist)

Ausbau Nordumfahrung Los 1: Eröffnung 3. Röhre Überdeckung Weiningen

Weiningen,24.04.23

Seit 04:00 am Donnerstag 20.04.23 rollt der Verkehr durch die 3. Röhre des Gubristtunnels und der Überdeckung Weiningen. Die Überdeckung mit dem spektakulären Portalschild bildet dabei das Portal auf Seite Weiningen. Die Inbetriebnahme der 3. Röhre bedeutet zugleich den Start für die Sanierung der 2. Gubriströhre und der Realisierung der 2. Röhre des Tagbautunnels der Überdeckung Weiningen.

Die Überdeckung Weiningen ist Teil des Bau Los 1 des Ausbaus der Nordumfahrung Zürich. Mit diesem werden neben zahlreichen Kunstbauten, umfangreichen Trassearbeiten und Brückenbauten über die Nationalstrasse auch die drei Röhren des Gubristtunnels rund 100 m in Richtung Limmattaler Kreuz mit einem Tagbautunnel überdeckt. Die Realisierung des Tagbautunnels erfolgt seit Herbst 2021 abgestimmt auf die Erstellung der 3. Gubriströhre und der anschliessenden Sanierung der zwei bestehenden Gubriströhren bis 2027. Dabei muss der angrenzende Chriesihoger mit einer bis zu 15 m hohen Baugrubensicherung angeschnitten werden.

Der Tagbautunnel mit einer Länge von ca. 100 m umfasst 3 Tunnelröhren mit jeweils 2 resp. 3 Fahrspuren und weist eine maximale Spannweite von 18 m aus. Er dient dem Lärmschutz der angrenzenden Gemeinde Weiningen. Die Tunnelkonstruktion ist komplett in Ortbeton erstellt und auf 18 m langen Bohrpfählen tiefenfundiert. Der 7 m hohe Portalschild mit Ortbetonfachwerk ist um 30 ° nach vorne geneigt und wird mit Lärmschutzlementen ausgekleidet. Die Horizontalkräfte aus der einseitigen Anschüttung des Chriesihogers werden im Endzustand durch total 125 permanente vorgespannte Anker aufgenommen.

Die Locher Ingenieure AG ist in der INGE Weiningen für die Projektierung und Bauleitung der Überdeckung Weiningen verantwortlich.

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Rohbau-Endspurt in der Birchweid

Rohbau-Endspurt in der Birchweid

Arealüberbauung Birchweid

Uetikon am See, 13.02.2023

Auf einer Fläche von über 24'000 m2 entsteht in Uetikon am See die Arealüberbauung Birchweid. Aufgeteilt auf fünf Höfe A bis E mit jeweils 3 Häuser entstehen insgesamt 15 Gebäude mit circa 120 Wohnungen. Neben Eigentums- und Mietwohnungen werden auch Genossenschaftswohnungen erstellt. Die Überbauung wird durch eine gemeinsame Tiefgarage mit über 100 Stellplätzen erschlossen.

Nach dem Spatenstich am 22. September 2021 begannen die umfangreichen Aushub- und Sicherungsarbeiten. Mit schwerem Gerät musste der zum Teil felsige Untergrund aufgebrochen und abgebaut werden. Im nördlichen Bereich wurden bis zu 7m hohe Baugrubensicherungen mit vor- und ungespannten Ankern gebaut. Aufgrund der Nähe zu einer bestehenden Stützmauer sowie der Kantonsstrasse wurden die Aushub- und Sicherungsarbeiten stehts von Überwachungsmessungen begleitet. Im Frühjahr 2022 startete die Rohbauphase im südlichen Teil des Baufeldes mit der ersten Hofgruppe und grossen Teilen der Tiefgarage. Bis zum Jahresende 2022 konnte dann bereits das erste Haus im Rohbau fertiggestellt werden, zwei weitere folgten sogleich Anfang Januar 2023. Daneben liefen auch die Arbeiten an der südseitigen Lärmschutzmauer, welche die Überbauung von der Kantonsstrasse abschirmen soll. Schrittweise wachsen die weiteren Gebäude und der restliche Teil der Tiefgarage nun stetig in die Höhe und während in Teilen der Baustelle noch Bodenplatten erstellt werden, kann an anderer Stelle bereits mit dem Innenausbau begonnen werden. Bis im Sommer dieses Jahres soll die komplette Rohbauphase abgeschlossen sein.

Die Locher Ingenieure AG zeichnet sich über  alle SIA Phasen 3 bis 5 für die Planung der Baugrubensicherung sowie der Tragwerksplanung des Hochbaus verantwortlich.

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Arbeiten am Stadttunnel haben die ersten Meilensteine geschafft

Arbeiten am Stadttunnel haben die ersten Meilensteine geschafft

Ausbau Stadttunnel als Veloquerung unter dem HB Zürich

Zürich, 12.12.2022

Mit den Arbeiten für die Veloquerung unter dem Hauptbahnhof konnte Ende August 2022 erfolgreich gestartet werden. Zunächst galt es, die vielen Werkleitungen zu sondieren, umzulegen und teilweise abzubrechen. Dies war vor allem im Bereich Sihlquai/Konradstrasse unter engsten Platzverhältnissen eine grosse Herausforderung.

Als erster Meilenstein konnten Mitte Oktober die provisorische Tram-Haltestelle in der Limmatstrasse in Betrieb genommen und nach drei intensiven Wochenenden Ende Oktober die VBZ-Hilfsbrücken im Bereich der ehemaligen Haltestelle Sihlquai eingebaut werden. Gegenwärtig erfolgen die Baugrubensicherung (Rühlwände) der Bauetappen 1+2 für die Rampe Konradstrasse und der Beginn der Aushubarbeiten. Eine besondere Schwierigkeit stellt die bis zu 2.0 m dicke und hoch bewehrte Betonplatte im gesamten Sihlquai dar, welche eine Restanz des vormals vorgesehenen Strassentunnels ist. In diese Platte sind EWZ- und Swisscom-Rohrblöcke integriert, welche einen Teilabbruch der Platte zusätzlich erschweren.

Auf der Seite Kasernenstrasse konnte nach der Umlegung diverser Werkleitungen Anfang November mit den Spundwandarbeiten neben der Postbrücke gestartet werden. Aufgrund der Bauwerksgeometrie und des unterhalb der Bodenplatte angeordneten, 13 m tiefen Pumpschachts mussten 21m lange Spundwände eingebaut werden. Herausforderung sind hier die engen Platzverhältnisse, der teilweise schwer rammbare Boden und eine erhebliche Lärmbelästigung.

Während einer Wochenend-Vollsperrung der Kasernenstrasse konnte am ersten Dezemberwochenende die Hilfsbrücke für den motorisierten Verkehr eingebaut werden. Durch diese Bauhilfsmassnahme kann während der restlichen Bauzeit die Kasernenstrasse durchgehend befahren werden, während parallel dazu die Bauarbeiten unter der Strassenhilfsbrücke erfolgen.

Die Baugrubensicherung aus gespriessten und einseitig rückverankerten Spundwänden wird auf der Seite Kasernenstrasse noch bis Mitte Dezember erstellt. Mit den Aushubarbeiten kann im neuen Jahr gestartet werden.

Die komplexen Arbeiten am Teilobjekt Zugang zur Bahn im Bereich der HB-Gleise 11+12 / Passage Sihlquai beginnen im April 2023. Die Inbetriebnahme des Velotunnels ist nach den Ausbauarbeiten gegen Ende 2024 vorgesehen.

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ERZ-Fernwärme Quartierhaupterschliessung an der Fabrikstrasse

ERZ-Fernwärme Quartierhaupterschliessung an der Fabrikstrasse

Bauarbeiten an der Fabrikstrasse

Zürich, 23.11.2022

Die Kanal-, Werkleitungs- und Strassenbauarbeiten an der Fabrik- und Heinrichstrasse haben am 20. August 2022 gestartet und dauern voraussichtlich bis im Sommer 2023. Die Fabrikstrasse befindet sich im Kreis 5 und verbindet das Sihlquai mit dem Röntgenplatz.

Mit der Verbindung der Fernwärmenetze Zürich-Nord und Zürich-West werden mehrere Quartiere neu erschlossen, wie zum Beispiel auch mit diesem Projekt. Zurzeit finden diverse Aushubarbeiten für die Fernwärmeleitung statt. Parallel dazu werden die Fernwärmeleitungen verlegt.

Die Bauausführung in der Fabrik- und Heinrichstrasse erfolgt in drei Etappen. Die erste Etappe (Abschnitt Heinrichstrasse bis Röntgenplatz) ist für den Durchgangsverkehr zurzeit gesperrt. Zuerst wurden die bestehende und überlastete Mischwasserkanalisation durch ein neues vorfabriziertes Ei-Profil ersetzt und die Gasleitungen erneuert. Derzeit sind die Aushubarbeiten für das Schachtbauwerk der Fernwärme in Arbeit.

Die Arbeiten der zweiten Etappe haben bereits Anfangs Oktober 2022 gestartet und erfolgen parallel zur ersten Etappe. Zurzeit sind die Aushubarbeiten für die Fernwärmeleitung und Gasleitungen im Bereich der Limmatstrasse in Arbeit. Eine spannende Herausforderung ist dabei das Unterqueren der VBZ-Gleisanlagen. Die dritte Etappe startet im März 2023 und beinhaltet die verschiedenen Werkleitungsarbeiten inkl. Fernwärmeleitung im Bereich der Fabrik- und Röntgenstrasse.

Diverse Werkleitungen wie Wasser- und Gasleitungen werden im gesamten Perimeter im Zuge des Projektes inkl. den Hausanschlüssen erneuert. Nach den Kanal- und Werkleitungsarbeiten erfolgen abschnittsweise die Strassenbau- und Oberflächenarbeiten.

Die Locher Ingenieure AG wurde vom Tiefbauamt der Stadt Zürich für die Phasen Vorprojekt bis Abschluss beauftragt.

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Bederbrücke und Bahnzugänge in neuem Glanz

Bederbrücke und Bahnzugänge in neuem Glanz

Ersatzneubau Bederbrücke: Ausführung abgeschlossen

Zürich, 30.06.2022

Nach zwei Jahren intensiver Bautätigkeit unmittelbar am SBB Bahnhof Zürich Enge konnten die Bauarbeiten für den Ersatzneubau der Bederbrücke per Ende Juni erfolgreich abgeschlossen werden. Die neue Bederbrücke sowie die daneben geschaffenen, neuen Treppenzugänge und die wiederhergestellten Perrondächer zeigen sich nun in völlig neuem Licht. Insbesondere bei Nacht, wenn die neuen Bauteile durch die sorgfältig gestaltete Perronbeleuchtung noch prägnanter in Erscheinung treten, eröffnen sich den Bahnkunden freundlichere Ausblicke und sicherere Warte- und Umsteigezeiten.

Die Umsetzung des Projekts stellte die Beteiligten durch die innerstädtische Lage direkt am Bahnhof, die mehrdimensionale Vernetzung unterschiedlichster Verkehrsmittel (SBB, VBZ, MIV, Fussgänger, Velo), die äusserst beengten Platzverhältnisse, die starr vorgegebenen Wochenend- und Nachtsperrzeiten und die hohen Anforderungen des Denkmalschutzes vor grösste Herausforderungen. Insbesondere das Herzstück des Projekts, die zweite Brückenbauetappe, die inkl. Rückbau in nur sechs Wochen während den Sommerferien realisiert werden musste, war nur dank bauzeitoptimierter Konzepte, ununterbrochener Arbeitsleistung, stundenscharfer Ablaufplanung und mehrmonatiger Vorbereitung umsetzbar.

Die neue Bederbrücke ist nun rund 7 m breiter, so dass für den Strassen- und Veloverkehr eine separate Fahrspur stadtauswärts geschaffen werden konnte. Neben der Brücke sind auf Seite Postgebäude aus einer ehemaligen Heiztankanlage eine Velostation mit ca. 90 Veloabstellplätzen und ein neuer Treppenzugang zum Perron 1 entstanden. Auf der gegenüberliegenden Seite beim Perron 2 wurde ein neuer, frei tragender Treppenzugang zur Kantonsschule Freudenberg realisiert. Die gesamten Projektkosten betragen rund 32 Mio. Franken.

Die Locher Ingenieure waren innerhalb der Ingenieurgemeinschaft als Projektverfasser verantwortlich für die Widerlagerverbreiterung inkl. Natursteinarbeiten, die Brückenfundation inkl. Grossbohrpfähle, die Baugruben, die städtische Velostation, die Treppenkonstruktionen, die Wiederherstellung der Perrondächer sowie die Tief- und Werkleitungsarbeiten im Perronbereich. Neben der örtlichen Bauleitung zu den von uns projektierten Bauteilen nahmen wir auch die Chefbauleitung der Gesamtbaustelle wahr.

Herzlichen Dank der Bauherrschaft und allen Projektbeteiligten für diesen gemeinsam erreichten Projekterfolg.

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Bahn frei auf der neuen Bederbrücke

Bahn frei auf der neuen Bederbrücke

Ersatzneubau Überführung Bederstrasse: Intensivbauphase 2 erfolgreich abgeschlossen

Zürich, 23.08.2021

Mit der Wiederaufnahme des Trambetriebs auf der neuen Bederbrücke wurde am Montag 23.08.21 der bedeutendste Meilenstein des Brückenbauprojekts termingerecht erreicht. Innerhalb von nur sechs Wochen wurde vom 9. Juli bis 23. August im Dreischichtbetrieb der letzte Teil der alten Bederbrücke zurückgebaut und durch einen Neubau ersetzt. Das Anfang 2019 eingerichtete LKW-Fahrverbot wurde aufgehoben, so dass zeitgleich mit dem Tram auch der Schwerverkehr die Brücke wieder befahren kann.

Im genannten Zeitraum wurde der Trambetrieb zwischen Bahnhof Enge und Albisgütli vollständig eingestellt und durch Busse ersetzt, die werktags gemeinsam mit dem Strassen- und Langsamverkehr über die vorgängig realisierte, erste Brückenetappe verkehren konnten. An den Wochenenden wurde die Brücke jeweils komplett gesperrt, so dass in diesen Zeitfenstern die Hauptarbeiten sicher und störungsfrei ausgeführt werden konnten (Brückenabbruch, Einheben Stahlträger, Gleisbauarbeiten VBZ etc.). An zwei Wochenenden musste zudem auch der SBB-Bahnbetrieb unter der Brücke aus Sicherheitsgründen vollständig eingestellt werden.

Die neue Brücke ist nun rund 6 m breiter, so dass für den Strassen- und Veloverkehr eine separate Fahrspur stadtauswärts geschaffen werden konnte. Neben der Brücke sind auf Seite Postgebäude aus einer ehemaligen Heiztankanlage eine Velostation mit ca. 90 Veloabstellplätzen und ein neuer Treppenzugang zum Perron 1 entstanden. Auf der gegenüberliegenden Seite beim Perron 2 wurde ein neuer Treppenzugang zur Kantonsschule Freudenberg realisiert, der im Sommer 2020 für den Publikumsverkehr bereits provisorisch geöffnet worden ist. Die Restarbeiten der nun gestarteten Bauphase 3 werden voraussichtlich noch bis Frühling 2022 andauern. Die Projektkosten betragen rund 32 Mio. Franken.

Die Locher Ingenieure sind innerhalb der Ingenieurgemeinschaft als Projektverfasser verantwortlich für die Widerlagerverbreiterung inkl. Natursteinarbeiten, die Brückenfundation inkl. Grossbohrpfähle, die Baugruben, die städtische Velostation, die Treppenkonstruktionen, die Anpassung der Perrondächer sowie die Werkleitungen im Perronbereich. Neben der örtlichen Bauleitung zu den von uns projektierten Bauteilen nehmen wir auch die Chefbauleitung der Gesamtbaustelle wahr.

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Erfolgreicher Brückenschlag über die Reppisch

Erfolgreicher Brückenschlag über die Reppisch

Ersatzneubau Reppischbrücke Bonstetterstrasse

Stallikon ZH, 02.10.2020

Am Freitag 18. September 2020 konnte die kantonale Bonstetterstrasse zwischen dem Weiler Aumüli und Bonstetten wieder für den Strassenverkehr freigegeben werden, nachdem sie 14 Wochen lang wegen Bauarbeiten gesperrt gewesen war.

Die bisherige, ca. 70 Jahre alte Brücke wies neben Schäden und einer zu schmalen Fahrbahn auch statische Defizite sowie Risiken hinsichtlich der Hochwassergefährdung auf und musste deshalb ersetzt werden. Mit dem Ersatzneubau konnte die Fahrbahn verbreitert, der Durchfluss vergrössert und ein 1,5 m breiter, separater Gehweg geschaffen werden, der bis anhin gefehlt hatte. Der Gewässerraum unterhalb sowie im nahen Umfeld der Brücke wurde wasserbaulich optimiert und faunagerecht gestaltet. Gleichzeitig mit den Brücken- und Wasserbauarbeiten konnte auch ein ca. 30 m langes Teilstück der Bonstetterstrasse komplett ersetzt werden. Für Fussgänger und Velofahrer stand permanent direkt neben der Baustelle eine provisorische Hilfsbrücke zur Verfügung.

Die neue, 7,6 m weit gespannte Stahlbetonbrücke ist so konzipiert, dass über die Nutzungsdauer von 100 Jahren möglichst wenig Unterhaltsaufwand entsteht. Durch die auf Grossbohrpfählen fundierte, integrale Rahmenkonstruktion kann auf schadensanfällige Fugenkonstruktionen und Lager verzichtet werden. Dank Abdichtung und wasserundurchlässigem Gussasphalt bleibt die Fahrbahnplatte dauerhaft vor der Einwirkung schädigender Tausalze geschützt. Die stark exponierten Konsolköpfe wurden mit Beton hoher Frostbeständigkeit, nichtrostenden Bewehrungsbügeln und einer wasserabweisenden Tiefenhydrophobierung versehen. Die neuen, schlicht gestalteten Stahlrohrgeländer sind mit einem metallischen Zinküberzug sowie einer anthrazitgrauen Farbbeschichtung vor Korrosion geschützt.

Die Locher Ingenieure AG war als Projektverfasserin Brücken- und Strassenbau verantwortlich für alle Planungsphasen vom Vorprojekt über die Bauleitung bis zur Inbetriebnahme.

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Neue Brücke über den Wildbach

Neue Brücke über den Wildbach

Ersatzneubau Brücke Wildbach Bächlistrasse

Oberembrach ZH, 25.10.2019

Freie Fahrt auf der Bächlistrasse: Anfang Oktober konnte die kantonale Bächlistrasse zwischen dem Kreisel Oberdorfstrasse (Oberembrach) und dem Einlenker Zürcherstrasse (Lufingen) wieder freigegeben werden, nachdem sie 13 Wochen lang gesperrt war. Grund der Sperrung war der Ersatzneubau der Brücke Wildbach, die durch den Brückenschlag über die natürliche, namensgebende Gemeindegrenze eine direkte Verkehrsverbindung der beiden benachbarten Gemeinden ermöglicht. Die bisherige Brücke mit Baujahr 1949 wies neben Schäden und statischen Defiziten auch Risiken hinsichtlich der Hochwassergefährdung auf und musste ersetzt werden. Mit dem Ersatz konnte die Durchflussbreite um 1,6 m vergrössert und ein 2 m breiter, separater Gehweg geschaffen werden, der bis anhin gefehlt hatte. Der Gewässerraum unterhalb sowie im nahen Umfeld der Brücke wurde wasserbaulich optimiert und faunagerecht gestaltet, der Wildbach konnte während den Bauarbeiten um die Baustelle herumgeleitet werden. Für Fussgänger und Velofahrer stand permanent direkt neben der Baustelle eine provisorische Hilfsbrücke zur Verfügung.

Die neue, 9,5 m weit gespannte, schief gelagerte Stahlbetonbrücke berücksichtigt typische Elemente des modernen Brückenbaus, der auf eine möglichst dauerhafte, unterhaltsarme Bauweise abzielt. Durch die integrale, flach fundierte Rahmenkonstruktion konnte auf schadensanfällige Fahrbahnübergänge und Lager verzichtet werden. Dank Versiegelung, Abdichtung und wasserundurchlässigem Gussasphalt bleibt die Fahrbahnplatte dauerhaft  vor der Einwirkung schädigender, korrosionsbildender Tausalze geschützt. Die stark exponierten Konsolköpfe wurden mit Beton hoher Frostbeständigkeit, nichtrostenden Bügeln und einer wasserabweisenden Tiefenhydrophobierung versehen.

Die Locher Ingenieure AG war als Projektverfasserin Brückenbau verantwortlich über alle Planungsphasen von der Überprüfung und Neubauprojektierung über die Bauleitung bis zur Inbetriebnahme.

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